Montag, 29. Dezember 2014

Feuerwerksfotografie

Viele sind bestimmt noch im Weihnachtsmodus (ich eigentlich auch), aber so langsam gibt es gewiss ein paar Überlegungen in Bezug auf Silvester. Eine Idee wäre es das Feuerwerk zu fotografieren.
Eigentlich bin ich nicht so wirklich ein Fan von Silvesterfeuerwerk und insbesondere in naturnahen Gebieten finde ich es auch nicht gut.

Wenn ich daran denke wieviel Schiss mein Hund vor Feuerwerk hat und mein Kater immer  hatte, dann mag ich mir garnicht vorstellen wie das die Tiere draußen in der Natur empfinden.Aber ok, meine Meinung zu dem Thema interessiert die Menschen welche ihren Spaß daran haben herzlich wenig und ich gebe zu, es ist natürlich auch manchmal nett anzusehen.
Und es ist auch ein hübsches Fotomotiv.
Idealerweise natürlich mit Schnee, das wirkt schön stimmungsvoll und dieses Jahr sind die Chancen dafür ja recht gut.
Ein wichtiger Punkt ist der Standort, am besten etwas erhöht um eine kleine Übersicht zu haben und um nicht einfach nur in den Himmel fotografieren zu müssen. Zu weit weg vom "Geschehen" sollte man aber auch nicht sein, sonst gibt es als Ergebnis nur ein paar bunte Lichter die eher an Startrails als an Feuerwerk erinnern.
Den Standort sucht man sich natürlich am besten schon vorher um hektisches suchen um Mitternacht zu vermeiden. Es ist auch kein Fehler am Tag schon ein paar Probeschüsse zu machen um die richtige Brennweite zu finden. Wenn der Standort nicht zu weit weg ist, dann lohnt es sich auch an einem Abend vor Silvester diesen schon aufzusuchen. Man vermeidet dann böse Überraschungen wie eine sehr helle Straßenlaterne direkt am Standort, Bewegungsmelder welche Suchscheinwerfer in Betrieb setzen, man sieht wie "zugänglich" die Stelle im dunkeln ist und wie die Beleuchtung insgesamt ist.
Außer den Fotosachen benötigt man zum komfortablen Fotografieren eine Stirnlampe, eine Uhr ;-), Handschuhe, je nach Bedürfnissen einen netten Menschen neben sich und vielleicht etwas zu trinken. 
Kamera aufbauen und einstellen kann man alles deutlich vor Mitternacht machen. Stativ ist selbstverständlich Pflicht. Da es relativ schnell nach Mitteracht losgeht empfehle ich da nicht erst die Oma anzurufen um ein "Gutes Neues" zu wünschen und auch nicht die Whatsapp und SMS Nachrichten rauszuschicken um der Welt ein "Gutes Neues" zu wünschen, sondern zunächst zu fotografieren. ;-)
Feuerwerk hat die Eigenschaft schon nach relativ kurzer Zeit alles in einen Dunst und Nebel zu versetzen, das heißt, die besten Bilder entstehen relativ früh was auch ein Grund für etwas zügiges Arbeiten ist. Je nach Wetterlage (klare, kalte Nächte sind am besten geeignet) kann das relativ schnell gehen, dass insbesondere Täler in einem Nebel liegen.
Die Belichtungszeiten richten sich zum einen danach ob man lieber einzelne "Aktionen" auf dem Bild haben will oder viele bunte Spuren und natürlich auch nach der Intensität des Feuerwerkes. In Hintertupfing wird es vermutlich weniger bunt am Himmel sein, als in einer Großstadt. Danach richten sich dann natürlich auch die ISO-Einstellungen.
Mir gefallen am besten Feuerwerksaufnahmen mit doch einer etwas längeren Belichtungszeit so zwischen 60 und 90 Sekunden.

Viel mehr braucht man eigentlich nicht und Feuerwerksbilder sind insgesamt nicht so schwierig.
Und die Chance gibt es zum Glück jedes Jahr wieder. Ob die Bedingungen allerdings gleich wieder so schön sind (große Teile Deutschlands haben Schnee) das ist natürlich fraglich.

©www.inesmondon.de
Ich wünsche auf jeden Fall allen die es vorhaben ganz viel Glück und all unseren Lesern und Betrachtern einen guten Rutsch ins neue Jahr und einen guten Start in ein lichtvolles und gutes neue Jahr.

Ines
www.inesmondon.de
  


Kommentare:

  1. Liebe Ines,
    vielen Dank für Deine dargelegten Erfahrungen und Informationen sowie den schönen Fotos von Neuhausen.
    LG
    Christian.

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