Montag, 12. Januar 2015

Teneriffa – eine facettenreiche Insel


Heuer war mir nicht danach Weihnachten im klassischen Sinne zu feiern. Ich wollte einfach weg. Ambesten Sonne, Strand und Meer. So entschloss ich mich auf die Kanarischen Inseln - genaugenommen Teneriffa - zu fliegen. Ich hatte vorher im Netz recherchiert, ob die Insel fotografisch was zu bieten hat. So stieß ich zufällig auf die Bilder von Achim Sieger, Michael Bolognesi und RaicoRosenberg. Und was soll ich sagen? Ja, sie ist äußerst fotogen, wenn man sich diese phantastischen Bilder anschaut! Es sei denn, man ist dem dem Calima, einer nervigen Sandwolke, ausgesetzt….

Mit einer Gesamtfläche von 2.034 Quadratkilometern ist Teneriffa die größte Insel der Kanaren. Bekannt ist sie vor allem wegen ihrer beeindruckenden Vulkanlandschaft. Der wohl bekannteste, weil höchste Berg Spaniens, ist der Pico del Teide und mit seinem schneebedeckten Häubchen ein klassisches Postkartenmotiv. Die Insel ist extrem unterschiedlich in ihrer Vegetation. Während der gebirgsreiche Norden fast schon dschungelartig grün und saftig leuchtet, ist der Süden eher karg und trocken. Das liegt vor allem daran, dass die Wolken von Norden her gerne in den Bergen hängen bleiben. Während im Süden keine Wolke am Himmel ist, kann es im Norden regnen und auch wesentlich kühler sein.
Typisch für die Insel ist das rote und schwarze Gestein


Kakteen sind typisch für Teneriffa

Auf beiden Seiten der Insel gibt es aber jede Menge tolle Fotolocations. Allerdings wegen des Sonnenstands nicht zu jeder Jahreszeit. Der Winter ist für die Locations im Süden besser, der Sommer oder Frühling für den Norden. Zudem sollte man unbedingt auf Ebbe und Flut achten. Viele Orte sind nur gut bei Ebbe zu fotografieren. Andere hingegen sind bei etwas höherem Wasserstand schöner.
Nur bei Ebbe zeigt sich diese schöne Gesteinsformation.


Wer mit dem Auto über die Insel düst sollte schwindelfrei sein. Die Straßen sind zwar gut ausgebaut, aber extrem steil und kurvig und das über Stunden hinweg. Zu einigen Locations kommt man nicht immer. Auf Grund von Steinschlägen sind die Straßen teilweise gesperrt oder nur auf eigene Gefahr befahrbar. Ein wenig Mut gehört schon dazu sich auf diese Wege zu begeben…
Einige Locations zeigen sich nur bei Ebbe. Andere nur bei Flut


Die Farbkontraste zwischen den schwarzen und den roten Steinen ist schön

Ich hatte leider auf Grund des von der Sahara rüber wehenden Staubes so gut wie kein Fotolicht. Die Sonnenauf,- und Untergänge wären einfach nur grau und diesig. Extrem frustrierend! Das Licht war sehr diffus und die Kamera kam trotz Einsatz mehrerer Filter und Belichtungen mit der Lichtsituation nicht zurecht. So entschloss ich mich Michael Bolognesi, ein Fotograf der auf der Insel lebt, zu schreiben. Vielleicht konnte er mir sagen wie lange in der Regel dieser Staub in der Luft schwirrte. Michael ist unglaublich nett! Er lud mich umgehend in sein Lokal Coeur de filet in Adeje ein. Dort traf ich ihn und neben dem besten Essen auf der Insel (wer auf Teneriffa ist sollte unbedingt dort essen gehen!) ist Michael ein grandioser Fotograf und unglaublich nett! Wir fachsimpelten stundenlang über das Fotografieren und über die Insel. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen in der Hoffnung auf weniger Staub zu treffen und gingen zusammen zum Tejita Beach den Sonnenaufgang fotografieren. Dort trafen wir noch zufällig Raico Rosenberg, der ebenfalls ein großes Portfolio an tollen Bildern von Teneriffa auf seiner Website hat.
Der gelbe Sand sorgte für ein diffuses, unfotogenes Licht
Der Saharastaub tauchte Himmel und Landschaft in ein gold-gelbes Licht

Dieser Sonnenaufgang war einfach traumhaft und wir hatten sehr viel Spaß! Neben Gaudi konnte ich wenigstens ein paar gute Bilder mit nach Hause bringen, da der Staub an diesem Morgen fast verflogen war.
Auch abseits des Fotografen-Daseins ist Teneriffa immer einen Besuch wert. Es gibt einige sehr schöne Strände an denen es sich wunderbar  faulenzen lässt. Oder man besucht das eine oder andere nette Dorf wie San Miguel de Tajao und verköstigt sich in den einheimischen Fischlokalen.

Immerhin konnte ich zwei schöne Sonnenaufgänge fotografieren


Ein beliebtes Fototmotiv ist der Tejita Beach

Wenn der Staub sich verzogen hat, kommt die Sonne zum Vorschein

Rot glühen die von der Sonne erfassten Felsen 

Der Strand sieht jeden Morgen anders aus
Der Nationalpark auf der Insel ist selbst bei staubigem Wetter einen Besuch wert. Es ist unglaublich wie viel die Insel landschaftlich zu bieten hat. Dabei muss einem klar sein, dass es auf Grund der Höhe im Nationalpark selbst im Sommer zapfig kalt sein kann. Im Winter sogar unter null Grad. Leider konnte ich wegen des diesigen Wetters nicht viele Fotos aus dem Park mitbringen, eher Schnappschüsse um einen Eindruck zu vermitteln.
Mit dem richtigen Licht ein schöner Fotospot

Es wird sicher nicht mein letzter Besuch auf Teneriffa gewesen sein. Zu viele Locations stehen bei mir noch auf der Liste, die dann bei hoffentlich passendem Licht fotografiert werden wollen.

Weitere tolle Bilder findet ihr hier:

Liebe Grüße, Pia

1 Kommentar:

  1. Hi Pia!
    Eine schöne Fotoausbeute, an der ich mich gerade erfreue! Wunderbar!

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