Dienstag, 26. August 2014

Was geht, bleibt – Erinnerungen an die Kindheit



Diese Serie ist schon einige Jahre alt und liegt mir trotz nicht sonderlich herausragender Fotokunst sehr am Herzen. Sie zeigt Details des Bauernhofes auf dem ich aufgewachsen bin. Im Zuge ständiger Modernisierung hat sich in den letzten Jahren das Bild des klassischen Bauernhofes sehr geändert.


Die Arbeitsgeräte werden immer größer und wuchtiger. Neue Ställe mit Melkrobotern sprießen aus dem Boden, auf den Weiden sieht man nur noch selten Kühe. Kühe ohne Namen, nur mit Nummern.

                        



Ich hingegen halte gerne am Alten fest. Das, was mich geprägt und bewegt hat und unweigerlich gehen wird, bleibt in meiner Erinnerung. Es sind Wege, die ich tausend Mal gegangen oder mit meinem Kettcar gefahren bin. Es sind Fenster, durch die ich stundenlang geschaut habe. Es sind Mauern, bei denen ich über den Winter das Abbröckeln des Putzes beobachten konnte, bis sie im Frühjahr wieder gestrichen wurden. Alte Holztore, die schief in den Angeln hingen und die ich beim Verstecken spielen tausend Mal auf und zu gemacht habe. Der alte Traktor, mit dem ich über die Wiesen gedüst bin und dessen Sitz mehr als durchgesessen ist.













Alles verändert sich im Laufe des Lebens. Aber das was geht, wird im Herzen und in der Erinnerung dennoch bleiben.

Liebe Grüße,
Pia

Kommentare:

  1. Eine bewegende Fotoserie - hat mich an meine Kindheit erinnern lassen.
    All das, was war damals, bleibt im Herzen.
    LG Heidi

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  2. Warum nicht einmal so! Durch gekonnte Fotografie ist eine tolle Leistung gelungen. Einfache,alltägliche Dinge exakt darstellen.
    Glückwunsch!
    LG Christian Berger.

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  3. Servus Pia!

    Was, wenn nicht das, ist herausragende Fotokunst? Wenn es Dir gelingt, das festzuhalten, was DIR am Herzen liegt? Was willst Du mehr?

    Wenn Du so am Alten hängst, solltest Du dann nicht mit so einer Tuch-über-Kopf Kamera unterwegs sein anstatt mit einer modernen DSLR? ;-)

    Und wenn wir Bauern nicht so aufgerüstet hätten und noch mit Kuh und Ochs' unsere Felder bestellen würden, sorry, ich glaube, Dein Frühstück heute wäre (sehr mager) ausgefallen.

    Ich habe übrigens auch schon angefangen.
    Damit angefangen, diese Erinnerungen zu dokumentieren. Denn wenn nächstes Jahr meine letzte Kuh (trotz Name und Nummer) den Stall verlassen wird, werden genau diese Momente unwiederbringlich verloren sein.

    LG
    Richard

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  4. Ich sage nur,damals wars,und wunderschön fotografiert.
    LG Christian.

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