Sonntag, 25. August 2013

Workshop bei Radomir Jakubowski - Ein Erfahrungsbericht

Ein Blätterstrudel im Bach
Als ich das erste Mal durch Zufall auf seine Bilder aufmerksam geworden bin, hat es mir für einen kurzen Augenblick die Sprache verschlagen. So schön fand ich jedes seiner Fotos. Lange habe ich mich durch seine Galerie geklickt und für mich stand fest: von dem will ich was lernen!

So schrieb ich Radomir eine Email und er antwortete prompt, dass er mir gerne einen Workshop geben möchte. Zugegeben, ganz billig ist ein Workshop bei ihm nicht und ich musste kurz überlegen. Schließlich kannte ich ihn gar nicht und wusste nicht, ob das Geld gut investiert sei. Aber ein erneuter Blick auf sein Portfolio nahm mir die Entscheidung ab und wir vereinbarten einen Termin.

Einige Tage später rief Rado mich dann an und ich war positiv überrascht über seine Professionalität. Er fragte nach meinem Portfolio, damit er sich einen Überblick über meine bisherigen Arbeiten und meinen Können machen kann. Er interessierte sich für meine Ausrüstung, damit er wisse was rein technisch gesehen machbar sei und er wollte wissen, was ich genau lernen möchte und mir von dem Workshop erhoffe. Sehr professionell!

Besonders angetan haben es mir seine Bach,- und seine Landschaftsbilder. Umgehend schlug er den Nationalpark Bayerischer Wald als Location für unser Treffen vor. So sei die Anfahrt auch nicht so weit für uns beide und das Gebiet dort biete unglaublich viele Möglichkeiten.

Gesagt, getan. Den ersten Nachmittag verbrachten wir bei Regen am Bach. Perfektes Wetter für Wasserfotografie! Er erklärte mir die grundlegenden Dinge über Bildaufbau, Belichtung  und ging dabei besonders auf meine Fehler ein, die ich bei bisherigen Fotos gemacht hatte. Das fand ich prima, denn ich denke immer noch, dass man aus Fehlern am meisten lernt. Das ist etwas, was ich an Rado besonders schätze: Seine Ehrlichkeit. Er sagt, was ihm an einem Bild gefällt oder eben nicht gefällt. Was er anders machen würde und warum. Zudem hatte ich keine Sekunde das Gefühl, dass er mir etwas nicht verraten will, weil es sein „Geheimnis“ ist. Etwas, das ich sehr schätze! Ich fragte ihn unendlich viele Löcher in den Bauch und Rado beantwortete geduldig eine Frage nach der nächsten.
In kleinen Kaskaden fließt das Wasser hinab

Nach einigen Stunden am Bach rauchte mein Kopf ganz schön und ich fiel abends tot müde ins Bett. Allerdings für nicht allzu lange Zeit, denn am nächsten Tag trafen wir uns bereits früh morgens um 5 Uhr, um auf den Lusen - einen der höchsten Berge im Nationalpark - hinaufzusteigen. Rado war sehr hilfsbereit, als ich einige Male beim letzten holprigen Stück schwächelte und hatte den ganzen Aufstieg interessante Informationen rund um das Thema Fotografie zu berichten.

Oben angekommen staunte ich nicht schlecht. Der Blick war gigantisch und wir erlebten einen tollen Sonnenaufgang. Nebel zog zwischen den teils toten Bäumen hindurch und hier und da hörte man Hirsch röhren. Genial! Hier gab mir Rado viele Tipps zur Landschaftsfotografie. Ich war begeistert, was er für ein gutes Auge für Linien und Formen hat. Viel Zeit blieb uns allerdings nicht auf dem Gipfel, denn ehe man sich versah war die Sonne aufgegangen und das schöne Licht verschwunden. Anschließend erklärte Rado mir noch etwas zur Detailfotografie und wir machten uns an den Abstieg.
No steht der Mond am Himmel während die Sonne aufgeht

Sie Sonne lässt die Bäume strahlen
Wie auf einem Nebelrücken liegt der Nebel auf dem Berg
Der Nebel zieht durch die teils abgestorbenen Bäumen
Zudem gab Rado mir nützliche Tipps für diverse iphone-Foto-Apps und zur Bildbearbeitung. Es waren so viele Informationen, dass ich mir alles aufschreiben musste. Ein rundum tolles Workshopwochenende!

Heuer buchte ich erneut einen Wokshop bei Rado und war nicht minder begeistert. Dieses Mal ging es ins wunderschöne Butzerbachtal. Auch dort widmeten wir uns zuerst der Bachfotografie und Details. Am nächsten Morgen konnten wir einen wunderschönen Wolkenhimmel in der Mehlinger Heide fotografieren. Doch für Rado ist nach dem Wochenende der Workshop noch nicht abgeschlossen. So möchte er die fertigen Ergebnisse im Nachhinein sehen und gibt auch hier einige tolle Ratschläge zur Bearbeitung. Super!
Ein schöner Sonnenaufgang in der Mehlinger Heide

Fazit: Wer ungemein viel in kurzer Zeit lernen und das noch verständlich und geduldig erklärt bekommen möchte, der sollte einen Workshop bei Radomir buchen. Er lässt sich sein Wissen zwar gut bezahlen, jedoch ist es jeder Cent wert!! Rados Bilder findet ihr unter: www.naturfotocamp.de

Vielen Dank Rado für zwei tolle Workshopwochenenden! Es wird sicher nicht mein letzter Kurs bei dir gewesen sein!  

Pia

1 Kommentar:

  1. Na was hat das dann gekostet? Würde mich schon interessieren :-)
    LG,
    Alex

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